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15.02.2010

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Bundesanzeiger - Vermeiden Sie die 2.500-Euro-Falle bei Ihrer 2008er-Bilanz

Aktuell rollt wieder eine Mahnwelle des Bundesamtes für Justiz - aktuell geht es um die 2008er-Abschlüsse, die bis Silvester 2009 offenzulegen gewesen wären. Wir gehen davon aus, dass mindestens 90 Prozent von Ihnen dieser Verpflichtung mittlerweile bereits längst nachgekommen sind.

Umso erstaunlicher: Immer wieder kommt es zu den 2.500-Euro Ordnungsgeldern. Wenn man die 6-Wochenfrist nach der Mahnung verpasst hat, kommt man um die Zahlung in der Regel nicht herum. Die Ausrede, man hätte die Mahnung nicht bekommen, zieht nicht, weil die Mahnungen gegen Postzustellungsurkunde zugestellt werden. Bitten und Jammern hilft auch nicht. Allenfalls, wenn die 6-Wochen-Frist um ein oder zwei Wochen überschritten wurde, wird das Ordnungsgeld ermäßigt.

Häufige Pannenursache Steuerberaterwechsel: In der Praxis kümmert sich um die Offenlegung der Steuerberater, der den Jahresabschluss erstellt. Aber rein rechtlich beinhaltet der Auftrag zur Erstellung von Jahresabschluss und Steuererklärungen nicht automatisch auch die Offenlegung. Serviceorientierte Steuerkanzleien denken natürlich daran. Aber eine Steuerkanzlei, die das Mandat verloren hat und nun bloß noch den letzten Jahresabschluss machen darf, hat meist keine große Lust, an die Offenlegung zu denken. Die alte Steuerkanzlei sagt häufig: „Wir dachten, das macht der neue Steuerberater“ und der neue sagt genau umgekehrt das gleiche. Falls Sie also Ihren Steuerberater wechseln und der alte noch die 2008er-Bilanz erstellt (hat), denken Sie also rechtzeitig daran, dieses Thema zu klären.

Was Sie jetzt sofort tun sollten: Stellen Sie sicher, dass wirklich Ihre 2008er-Bilanz unter www.unternehmensregister.de offengelegt ist. (Gleich nachschauen! Keine Registrierung notwendig!) Vergessen Sie auch nicht irgendwelche dahin schlummernden stillgelegten GmbHs oder die Komplementär-GmbH bei einer GmbH & Co KG.


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