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16.11.2009

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Diese Steuergesetze plant Schwarz-Gelb jetzt konkret

In einem Gesetzesentwurf mit dem schönen Titel "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" legt die neue Regierung nun ihre konkreten Pläne vor, die noch in diesem Jahr vom Bundestag beschlossen werden und am 01.01.2010 in Kraft treten sollen.

  • Für GWGs soll bei Anschaffung nach dem 31.12.09 wieder bis 410 € netto das Wahlrecht der Sofortabschreibung gelten – so wie bis 2007. Sie können künftig jedes Jahr neu zwischen GWG-Sofortabschreibung und der "Pool-Abschreibung" wählen, müssen das Wahlrecht aber einheitlich ausüben.
  • Die Hinzurechnung von Mieten und Pachten bei der Gewerbesteuer für Grundstücke und Gebäude wird ab 2010 von 65 Prozent auf 50 Prozent gesenkt.
  • Die Zinsschranke gilt nicht, wenn Sie maximal 3 Millionen Euro Zinsen zahlen. Da dies bei Mittelständlern selten der Fall ist (Sie müssten bei einem Zinssatz von 7 Prozent immerhin 42 Millionen Schulden haben), gehen wir hier nicht näher darauf ein.
  • Das Kindergeld für das erste und zweite Kind wird 2010 auf 184 €, für ein drittes Kind auf 190 € und für jedes weitere Kind auf 215 € monatlich angehoben. Der Kinderfreibetrag soll auf 7.008 € erhöht werden.
  • Hotels müssen ab ab 01.01.10 nur noch 7 Prozent (statt 19 Prozent) Umsatzsteuer zahlen. Das gilt nicht für Restaurationsumsätze. Hier bleibt es bei 19 Prozent.
  • Die Erbschaftsteuer für Steuerklasse II (z. B. Geschwister, Neffen, Nichten, Schwiegerkinder) wird ab 2010 stark abgesenkt auf dann 15 Prozent bis 43 Prozent (jetzt 30 bis 50 Prozent)
  • Wer ein Unternehmen erbt oder geschenkt bekommt, wird zu 85 Prozent von der Erbschaftsteuer befreit. Das bleibt. Die Fortführungsfrist soll ab 2010 von sieben Jahre auf fünf Jahre reduziert werden. Die Mindestlohnsumme nach Ablauf dieses Zeitraums muss nur noch 400 (statt bisher 650 Prozent nach sieben Jahren) betragen. Für die völlige Freistellung wird die Fortführungsfrist von zehn auf sieben Jahre verkürzt. Die Mindestlohnsumme wird auf 700 Prozent (nach sieben Jahren) reduziert. Die Lohnsumme soll keine Rolle spielen, wenn der Betrieb nicht mehr als 20 Beschäftigte (bislang 10) hat.
  • Kauf von Verlust-GmbHs: Es soll weiterhin ein Anteilserwerb zum Zwecke der Sanierung möglich sein, ohne dass die Verluste untergehen. Das wäre eigentlich 2009 ausgelaufen, wird nun aber unbefristet verlängert.

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