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23.07.2012

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USt.-Voranmeldungen bergen seit 2011 große Risiken

2011 hat man die Vorschriften für die strafbefreiende Selbstanzeige stark verschärft. Von vielen unbemerkt betrifft dies auch verspätete oder unvollständige Umsatzsteuervoranmeldungen.

Woran viele Unternehmer nicht denken: Wer seine Umsatzsteuervoranmeldung erst am 11. statt am 10. abgibt, begeht Steuerhinterziehung! Und wer aus Liquiditätsgründen 10.000 Euro Umsatz „vergisst“, begeht auch Steuer­hinterziehung. Bisher war das in der Praxis kein Problem, weil die verspä­tete Nachreichung einer berichtigten Umsatzsteuervoranmeldung als Selbstanzeige galt und damit alles vom Tisch war. Das ist seit 2011 Vergangenheit.

Beispiel 1: Geschäftsführer G gibt die Umsatzsteuervoranmeldung (unterstellt: keine Dauerfristverlängerung) für Juni 2012 bewusst erst am 11. Juli ab - statt wie vorgeschrieben am 10. Juli. Später bereut er, dass er einen Umsatz „vergessen“ hat und reicht eine korrigierte Umsatzsteuervoranmeldung für Juni 2012 nach. Ergebnis: Die Verspätung um einen Tag war Steuer­hinterziehung. Die am 11. Juli abgegebene Umsatzsteuervoranmeldung ist keine wirksame Selbstanzeige, weil sie unvollständig ist. Dadurch ist sie unwirksam, und Korrekturen der Selbstanzeige sind ebenfalls unwirksam.

Beispiel 2: G gibt in der Umsatzsteuervoranmeldung für Juli aus Liquiditätsgründen 10.000 Euro Umsatz zu wenig an. Die Umsatzsteuervoranmeldung für August gibt er einen Tag zu spät ab. Steuerhinterziehung in beiden Fällen, weil Voranmeldung Juli zu niedrig und Voranmeldung August zu spät. Die Selbstanzeige für die Voranmeldung August ist unwirksam, weil sie nicht vollständig alle Steuern einer Steuerart umfasst, weil nämlich die gleich­­-zeitig erforderliche Korrektur für Juli unterblieben ist.

Häufige Praxisfalle:
Manche vergessen einen Umsatz in einem Monat und melden das dann mit der Umsatzsteuervoranmeldung des nächsten Monats nach. Auch diese Vorgehensweise ist riskant. Fazit: Die 2011 massiv verschärften Vorschriften zur strafbefreienden Selbstanzeige haben die Umsatzsteuervoranmeldung zum kompliziertesten Gebiet der Steuerhinterziehung gemacht. Da es sich um ein Massenverfahren mit Millionen von Anmeldungen handelt, dürfte eine Strafverfolgung in den meisten Fällen unwahrscheinlich sein. Verlassen können Sie sich darauf aber nicht.

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