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17.04.2009

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Über 8 Millionen Umsatz? Das BilMog bringt Ihnen Entlastung

Neue Größenklassen für GmbH und GmbH & Co KG

Ob eine GmbH "klein" oder "mittelgroß" ist, spielt in zweierlei Hinsicht eine große Rolle. Erstens muss eine kleine GmbH ihre Gewinn- und Verlustrechnung nicht im Unternehmensregister veröffentlichen. Zweitens braucht die kleine GmbH kein Wirtschaftsprüfer-Testat, welches zusätzliches Geld kostet. (§ 267 HGB)

Ein neues Gesetz hat Ihnen hier etwas Entspannung gebracht: Am 03.04.09 wurde das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) endgültig auch vom Bundesrat abgesegnet. Es bringt weit reichende Änderungen des Handesgesetzbuches mit sich. Die meisten Änderungen gelten zwar erst ab 2010 (Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB: " nach dem 31.12.09 beginnende Geschäftsjahre").

Anhebung der Schwellenwerte schon ab Bilanzjahr 2008: Diese Schwellenwerte regeln, was als "klein", "mittel" und "groß" gilt und gelten schon für das Bilanzjahr 2008. (Art. 66 Abs. 1 EGHGB: "Nach  dem 31.12.07 beginnende Geschäftsjahre")

Das sind die Grenzwerte für die kleine GmbH:

 

Wirtschaftsjahr 2007 bzw. 07/08

 

2008 bzw. 2008/09 

 

Bilanzsumme

 

max 4,015 Mio. Euro

 

Max. 4,84 Mio. Euro

 

Umsatz

 

max. 8,03 Mio. Euro

 

max. 9,68 Mio. Euro

 

Arbeitnehmer

 

<=50

 

<=50

 

So lautet die Regel: Wenn Sie an zwei aufeinander folgenden Bilanzstichtagen zwei dieser Merkmale überschreiten, rutschen Sie jeweils in die nächst höhere Klasse.

Beispiel: Die Meier GmbH und die Müller GmbH (beide: Wirtschaftsjahr = Kalenderjahr) beschäftigen jeweils 60 Mitarbeiter und haben 3 Millionen Bilanzsumme. Die Meier GmbH hatte 2006 bis 2008 immer je 8,5 Millionen Umsatz. Die Müller GmbH hatte 2006 8 Millionen, 2007 hatte sie 8,5 Millionen und 2008 waren es 9 Millionen.

Lösung Meier GmbH: Die Meier GmbH ist 2007 und 2008 eine "mittelgroße" GmbH, denn sie hat zwei Merkmale an zwei aufeinander folgenden Bilanz¬stichtagen überschritten, nämlich Mitarbeiter und Umsatz 2006 und 2007. Für 2007 gilt ja noch die alte Grenze. Das Unterschreiten der Grenze 2008 durch die Anhebung des Schwellenwertes nutzt der Meier GmbH für 2008 erst einmal nichts, denn man muss die Größenmerkmale dann auch wieder an zwei aufeinander folgenden Stichtagen unterschreiten. Ergebnis: Die Meier GmbH braucht einen Wirtschaftsprüfer und muss ihre GuV veröffentlichen.

Lösung Müller GmbH: Die Müller GmbH bleibt durchgehend "klein". Sie liegt zwar bei den Mitarbeitern durchgehend im "mittelgroßen" Bereich. Beim Umsatz ist es so: 2006 hat sie den alten Umsatz Schwellenwert noch unterschritten. 2007 hat sie ihn überschritten, aber noch nicht "zwei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Jahren". 2008 ist dann wieder unkritisch, denn da liegt die Müller GmbH ja beim Umsatz unter dem neuen Grenzert. Die Müller GmbH bleibt also "klein".

Wichtig für Sie: Falls Sie davon ausgehen, dass Sie "mittelgroß" sind, überprüfen Sie vor Erstellung Ihrer 2008er Bilnaz, ob Sie nun womöglich "klein" geworden sind. Dann könnten Sie sich den Wirtschaftsprüfer sparen und ebenso müssten Sie Ihre G + V nicht im Unternehmsregister veröffentlichen.


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