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26.11.2012

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Die sieben teuersten Irrtümer zur Ein-Prozent-Regel

1. Die Ein-Prozent-Regel rechnet sich aus dem Kaufpreis: falsch. Die Ein-Prozent-Regel geht vom Brutto-Listen-Neupreis aus. Egal, was Sie bezahlt haben. Rabatte wirken sich nicht aus. Sogar beim Kauf eines zehn Jahre alten Gebrauchtwagens muss ein Prozent des damaligen Neupreises versteuert werden.

2. Man muss stets vom ungekürzten Brutto-Listen-Neupreis ausgehen: prinzipiell richtig, aber man darf wenigstens auf volle 100 Euro abrunden. Stets abziehen können Sie vom Listenpreis das Autotelefon, die Alarman­lage, Überführungskosten und Winterreifen.

3. Wenn man noch ein Privatauto hat, entgeht man der Ein-Prozent-Regel für das Geschäftsauto:
falsch. Das Finanzamt geht davon aus, dass grundsätzlich jedes Geschäftsauto privat mitbenutzt wird. Die einzige Methode, das Gegenteil zu beweisen, ist ein lückenloses Fahrtenbuch. Ein zusätzliches Privatauto nützt gar nichts.

4. Von der „Ein-Prozent-Regel“ zum Fahrtenbuch kann man beliebig hin und her wechseln:
falsch. Zumindest wenn man auf die Anerkennung durch das Finanzamt Wert legt, darf man mit einem Fahrtenbuch nicht innerhalb eines Jahres beginnen (FG Münster, 27.04.12, 4 K 3589/09 E, EFG 12, 1450/s. a. R 8.1 Abs. 9 Nr. 3 Satz 1 LStR). Ansonsten würde nämlich eine Manipulationsgefahr dahingehend bestehen, dass bestimmte Zeiträume mit höherem Privatnutzungsanteil - insbesondere Urlaubszeiten - nicht erfasst werden und somit ein verzerrtes Ergebnis entsteht.

5. Die Ein-Prozent-Regel kostet Einkommenssteuer – aber das war's dann auch: falsch. Die Ein-Prozent-Regel hat auch umsatzsteuerliche Folgen. Bei Mitarbeiter-Autos gilt der Ein-Prozent-Wert quasi als Miete, die der Mitarbeiter an seinen Chef bezahlt. Und daraus muss der Arbeitgeber Mehrwertsteuer abführen.

Beispiel: Der Wagen hat einen Brutto-Listen-Neupreis von 35.700 Euro. Der Ein-Prozent-Wert ist somit 357 Euro. Der Arbeitgeber muss also monatlich 54 Euro Mehrwertsteuer abführen. Bei Unternehmer-Autos kann man vom ein-Prozent-Wert 20 Prozent Abschlag vornehmen und darauf die Umsatzsteuer abführen.

6. Für kfz-steuerliche Lkws fällt keine Ein-Prozent-Regel an: falsch. Es kommt nicht auf die kraftfahrzeugsteuerliche Einstufung an, sondern auf das Erscheinungsbild. Alle Autos, die üblicherweise auch zu Privatfahrten eingesetzt werden können, kosten Dienstwagensteuer. Kfz-Steuer hin oder her. (Nieders. FG, 19.09.07, DStRE 2008, 411)

7. Nur ein Fahrtenbuch verhindert die Ein-Prozent-Regel: falsch: Wenn der Chef ein ernst gemeintes privates Nutzungsverbot für einen Dienstwagen ausspricht, muss der Arbeitnehmer keinen geldwerten Vorteil versteuern. (BFH, 06.10.11, VI R 56/10, DStR 12, 29)

Aber: Wer die private Nutzung des Dienstwagens nur auf dem Papier verbietet, solche Fahrten dann aber „augenzwinkernd“ doch duldet, der kann die Dienstwagensteuer für seine Mitarbeiter nicht vermeiden.

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