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15.01.2008

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Bilanz-Offenlegung

Wenn Sie eine Mahnung bekommen

An Silvester ist die Frist zur Offenlegung der 2006er-Bilanzen abgelaufen. Alle GmbHs und GmbH & Co KGs hätten eigentlich bis dahin ihre Abschlüsse ins Unternehmensregister stellen sollen. Viele haben das allerdings noch nicht getan.

Das ist im Grunde auch nicht weiter gefährlich: Denn erstmal drohen Ihnen nur die Verfahrenskosten in Höhe von 53,50 Euro. Diese Pauschale gilt pro Person, gegen die das Verfahren eingeleitet wird. Wenn das Bundesamt für Justiz also gleich gegen zwei Geschäftsführer vorgeht, fallen zweimal 53,50 Euro an. Es soll aber nach Auskunft des Bundesamtes für Justiz auch bei mehreren Geschäftsführern erst einmal nur ein Verfahren gegen die GmbH selbst eingeleitet werden.

Ordnungsgeld droht erst bei Renitenz: Es werden Ihnen zwar gleich 2.500 Euro Ordnungsgeld angedroht. Aber nur für den Fall, dass Sie innerhalb der Sechs-Wochen-Frist immer noch nicht reagieren. Laden Sie also innerhalb von sechs Wochen doch noch zähneknirschend Ihre 2006er-Bilanz hoch, sind nur die 50 Euro verloren.

Gefährlich wird es, wenn Sie nicht alles komplett haben: Wenn Sie sich mahnen lassen und dann unvollständige Unterlagen einreichen, riskieren Sie das Ordnungsgeld in Höhe von 2.500 Euro.

Beispiel: Der Geschäftsführer einer kleinen GmbH legt nach erfolgter Mahnung zwar seine Bilanz offen, nicht aber den Anhang - obwohl der ebenfalls Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses ist. Oder: Eine mittelgroße GmbH hat sich bisher den gesetzlich vorgeschriebenen Wirtschaftsprüfer gespart. Sie wartet die Mahnung ab und legt dann den Abschluss offen  - aber ohne das zwingend vorgeschriebene Testat.

In diesen Beispielsfällen droht: Das Bundesamt für Justiz kann sich auf den Standpunkt stellen, dass der Mahnung nicht Folge geleistet wurde. Denn der Jahresabschluss wurde innerhalb der Frist nicht vollständig eingereicht. Es wurde zwar in den obigen Beispielsfällen etwas eingereicht, aber dieses etwas erfüllt nicht die Anforderungen an einen Jahresabschluss, weil die Unterlagen nicht alle nach HGB vorgeschriebenen Bestandteile enthielten.

Fazit: Es gibt keine zweite Chance, nach Mahnung und Fristablauf noch Unterlagen straflos nachzubessern. Wer also erst die Mahnung abwarten will - was prinzipiell unbedenklich ist -, sollte dann wenigstens die perfekten Unterlagen in der Schublade beziehungsweise auf seinem Rechner haben. Denn nach bereits ergangener Mahnung nur unvollständige Unterlagen einzureichen, kann teuer werden.


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