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03.01.2008

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Jahressteuergesetz 2008

Es gibt auch einige positive Neuerungen

Kurz vor Jahresende ist das Jahressteuergesetz 2008 beschlossen worden, das in vielen Punkten die gerade erst verabschiedete Unternehmenssteuerreform wieder korrigiert. Hier die wichtigsten Änderungen.

Weniger Bürokratie: Bei Kinderbetreuungskosten und haushaltsnahen Dienstleistungen sollen Rechnung und Zahlungsbelege  nicht mehr der Steuererklärung beigefügt werden müssen. Damit soll die Abgabe mittels ELSTER erleichtert werden. Das Finanzamt kann aber die Belege im Einzelfall nachfordern.

Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen: Nun sind auch GmbH-Anteile von mindestens 50 Prozent begünstigt, wenn der Übergeber und Übernehmer als Geschäftsführer tätig waren bzw. sind. Wenn bis Ende 2007 übertragen wurde, bleibt es entgegen den vorigen Plänen zeitlich unbeschränkt beim Sonderausgabenabzug.

Längere Frist für Steuerausgleich: Arbeitnehmer haben nun über 4 statt bisher 2 Jahre Zeit, die Steuererklärung abzugeben. Das gilt noch rückwirkend für die 2005er-Erklärung.

Variable Lohnsteuerklassen: Es bleibt bei den starren Klassen. Auf das geplante lohnsteuerliche Anteilsverfahren bei Ehegatten wird verzichtet, weil es dem Arbeitgeber Einblick in das Einkommen des Mitarbeiter-Ehegatten gegeben hätte. Und: Der betriebliche Lohnsteuer-Jahresausgleich durch den Arbeitgeber bleibt.

Substanzbesteuerung bei Mieten: Mieten sollten ursprünglich bei der Gewerbesteuer nicht mehr zu 100 Prozent, sondern nur noch zu 81,25 Prozent abgesetzt werden dürfen. Das wurde jetzt wenigstens auf 83,75 Prozent aufgestockt.

Back-to-Back-Finanzierungen: Ursprünglich sollte derjenige bestraft werden, der bei derselben Bank Guthaben und Schulden hatte. Auf seine Kapitalerträge sollte er bis zu 42 Prozent statt nur 25 Prozent Steuern zahlen. Dazu wird es nun nur noch bei inhaltlicher Verknüpfung von Kredit und Geldanlage kommen. Konkret: Wenn Kapitalanlage und Darlehen auf einem einheitlichen Plan beruhen, in engem zeitlichen Zusammenhang stehen oder die jeweiligen Zinsvereinbarungen miteinander verknüpft sind. Die Neuregelung gilt ab 2009.

Werbungskostenabzug bei GmbH-Beteiligungen: Auf Antrag können GmbH-Gesellschafter auf die Abgeltungssteuer verzichten. Dann werden 60 Prozent der GmbH-Ausschüttung mit der individuellen Progression besteuert. Vorteil: Man kann dann Werbungskosten abziehen. Das ist vor allem bei fremdfinanzierten Anteilen von Vorteil. Antragsberechtigt sind Gesellschafter mit einer Beteiligung ab 25 Prozent oder mit einer 1-Prozent-Beteiligung bei beruflicher Tätigkeit für die GmbH. Auch das gilt ab 2009.


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