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19.11.2007

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Erbschaftsteuer

Wer profitiert - wer zahlt drauf - wer sollte jetzt noch handeln?

Der Finanzausschuss der großen Koalition hat zwar einige Eckpunkte der Erbschaftsteuerreform beschlossen, aber einiges ist noch in der Diskussion. Trotz dieser Unsicherheit gilt: Ein paar Kernpunkte stehen fest. Genauso fest steht, dass es sich für manche lohnt, jetzt noch 2007 zu handeln.

Umfangreicher Immobilienbesitz wird auf jeden Fall teurer: Bekommt ein Sohn z. B. von seinen Eltern ein schuldenfreies Mietshaus im Wert von zwei Millionen Euro geschenkt (Mietrendite 4 Prozent unterstellt), zahlt er nach derzeitiger Rechtslage etwa 110.000 Euro Erbschaftsteuer. Nächstes Jahr wird es etwa doppelt soviel sein - selbst wenn man die auf 400.000 Euro je Elternteil fast verdoppelten Freibeträge berücksichtigt.

Bei renditestarken Immobilien ist keine Eile angesagt: Hier liegt der Steuerwert jetzt schon nahe am Verkehrswert. Da profitiert man dann lieber von den verdoppelten Freibeträgen.

Deutlich teurer wird 2008 auch Privatvermögen in der Hülle einer `Firma`: Derzeit wird die Begünstigung für Betriebsvermögen bereits dann gewährt, wenn die Firma rein rechtlich die Hülle eines Betriebs hat. Also z.  B. `GmbH` und `GmbH & Co KG` drauf steht. Auch wenn diese `Firma` keinen einzigen Kunden oder Mitarbeiter hat.

Das wird sich nächstes Jahr ändern: Wahrscheinlich werden wir eine Unterteilung in `produktives` und `unproduktives` Betriebsvermögen bekommen. Guthaben, Immobilien usw. werden wahrscheinlich keine steuerliche Begünstigung erfahren, selbst wenn sie einer Firma gehören.

Unklar ist auch das Schicksal des `heimlichen Ehegattenfreibetrags`: Man kann seinem Ehepartner derzeit das Eigenheim steuerfrei überschreiben - in unbegrenzter Höhe oder Anzahl. Ob das bleibt, ist ungewiss. (§ 13 Abs. 1 Nr. 4a ErbStG)

Übertragungswillige sollten aber bedenken: Man sollte nie alleine aus steuerlichen Gründen Vermögen verschenken. Das hat schon manch einer bitter bereut, der das verschenkte Vermögen anschließend wieder gebraucht hätte. Wer allerdings schon ein fertiges Konzept hat und mit dem jetzigen Recht besser fährt, sollte vor Silvester Gas geben.


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