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20.09.2007

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Abschaffung der Pendlerpauschale verfassungswidrig? Musterformulierung für ein Info-Blatt für Ihre Mitarbeiter

Pendlerpauschale wieder voll abziehbar?

Am besten trotzdem jetzt nichts unternehmen - sonst drohen vielleicht Nachzahlungen

Seit diesem Jahr dürfen Arbeitnehmer erst ab dem 21. Kilometer Kosten für die Fahrt zur Arbeit geltend machen. Der Bundesfinanzhof, das oberste Steuergericht, hat nun bezweifelt, dass diese Neuregelung verfassungsgemäß ist. (BFH 23.08.07, Az: BFH VI B 42/07)

Wohlgemerkt: Das oberste Steuergericht hat nicht entschieden, dass die gekürzte Pendlerpauschale verfassungswidrig ist (das darf der BFH nämlich gar nicht), sondern dies nur für möglich gehalten. Eine endgültige Entscheidung kann nur das Bundesverfassungsgericht treffen.

Sollten Sie nun den vollen Ansatz beantragen? Nein. Denn falls das Bundesverfassungsgericht die Neuregelung doch für verfassungskonform erklärt, wird man Steuern nachzuzahlen haben, wenn die Fahrtkosten dann nicht als Werbungskosten anerkannt werden.

So auch das Bundesfinanzministerium: "Jeder, der jetzt mit einem Freibetrag arbeiten möchte, muss deshalb wissen, dass er über das Jahr zu wenig Steuern zahlt. Dies wird dann mit dem Steuerbescheid ausgeglichen werden". Das heißt auf gut Deutsch: Nachzahlungen drohen!

Der Rat der Geschäftsleitung: Ändern Sie jetzt erst einmal nichts. Wenn das Bundesverfassungsgericht - wie erwartet - zügig entscheidet, können Sie ein etwaiges positives Urteil immer noch nächstes Jahr in der 2007er-Steuererklärung zu einer Steuererstattung verwerten.


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